Von:
Svenja Meismann, Mitglied im Board of Directors der World Association of Detectives
Co-Autor:
Alfons Meismann, Chefdetektiv mit mehr als 50 Jahren Erfahrung, Mitglied der WAD, BuDEG und ÖDV
Letzte redaktionelle Aktualisierung:
Juli 2026
Sie haben einen Anruf oder eine Nachricht von einer ausländischen Telefonnummer erhalten und möchten wissen, wer dahintersteckt? Eine internationale Rückwärtssuche kann in bestimmten Fällen Hinweise auf eine Person, ein Unternehmen oder ein verwendetes Onlineprofil liefern. Eine eindeutige Identifizierung ist jedoch nicht bei jeder Nummer möglich.
Die Erfolgsaussichten hängen insbesondere vom Herkunftsland, der Art der Rufnummer und den öffentlich auffindbaren Spuren ab. Festnetznummern von Unternehmen lassen sich im Ermittlungsalltag leichter einordnen als private Mobilfunk-, Prepaid- oder VoIP-Nummern. Hinzu kommt, dass die im Display angezeigte Nummer technisch manipuliert worden sein kann.
Telefon-Rückwärtssuche im Ausland: Das Wichtigste auf einen Blick
Die Vorwahl zeigt nicht zwingend, wo sich der Anrufer befindet
Eine britische, französische oder amerikanische Nummer kann über Internettelefonie von nahezu jedem Ort der Welt genutzt werden. Auch Rufnummernmitnahme, internationales Roaming und manipulierte Anruferanzeigen erschweren die geografische Zuordnung.
Bei einer gewöhnlichen Telefonsuche ist der Name bekannt und die dazugehörige Telefonnummer wird gesucht. Bei einer Rückwärtssuche oder Inverssuche ist die Telefonnummer bereits vorhanden. Gesucht werden Informationen über die Person oder das Unternehmen, das die Nummer verwendet.
Eine internationale Rückwärtssuche unterscheidet sich von einer Recherche zu einer deutschen Telefonnummer. Jedes Land hat eigene Telefonverzeichnisse, Datenschutzregeln, Nummernsysteme und öffentliche Informationsquellen.
Hinzu kommen sprachliche Unterschiede. Ein Firmenname kann in einer anderen Schrift geschrieben sein, ein Name kann mehrere Transkriptionsvarianten besitzen und die nationale Schreibweise einer Telefonnummer kann von der internationalen Darstellung abweichen.
Ein Name, der in einem Telefonbuch oder Onlineprofil erscheint, ist zunächst nur ein Recherchehinweis. Er beweist nicht automatisch, dass diese Person den konkreten Anruf getätigt oder die Nachricht versendet hat.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
Eine klare Zuordnung erfordert einen Abgleich: Je mehr unabhängige Merkmale denselben Zusammenhang bestätigen, desto verlässlicher ist das Ergebnis. Dazu können Name, E-Mail-Adresse, Profil, Firma, Zahlungsweg, Wohnort und Inhalt der Kommunikation gehören.
Die Art der Rufnummer beeinflusst die Erfolgsaussichten erheblich. Nicht jede Nummer mit einer gewöhnlichen Länder- oder Ortsvorwahl ist tatsächlich an einen festen Anschluss am angezeigten Ort gebunden.
| Nummernart | Typische Recherchewege | Typische Schwierigkeiten |
|---|---|---|
| Festnetznummer | Nationale Telefonbücher, Branchenverzeichnisse, Firmenwebseiten und lokale Register. | Nicht eingetragene Privatanschlüsse, veraltete Einträge oder Weiterleitungen. |
| Mobilfunknummer | Öffentliche Anzeigen, Nutzerprofile, geschäftliche Veröffentlichungen und digitale Spuren. | Kaum öffentliche Einträge, Prepaid-Nutzung, Rufnummernmitnahme und wechselnde Nutzer. |
| VoIP-Nummer | Anbieterhinweise, Veröffentlichungen, Benutzerkonten und Verknüpfungen mit weiteren Kontaktdaten. | Nutzung unabhängig vom Aufenthaltsort, kurzfristige Aktivierung und internationale Weiterleitung. |
| Servicenummer | Unternehmensseiten, nationale Nummernregister und Brancheninformationen. | Callcenter, beauftragte Dienstleister und wechselnde Anrufkampagnen. |
| Manipulierte Rufnummer | Dokumentation, technische Protokolle und gegebenenfalls behördliche Ermittlungswege. | Die angezeigte Nummer gehört nicht zum tatsächlichen Anrufer. |
Eine Mobilfunknummer ist nicht automatisch anonym. Sie ist lediglich vielfach nicht öffentlich mit einem Namen verknüpft. Mobilfunkanbieter verfügen grundsätzlich über Vertragsdaten ihrer Kunden, dürfen diese aber nicht auf bloße Anfrage an Privatpersonen oder Detekteien herausgeben.
Hinzu kommt, dass der registrierte Vertragspartner nicht zwingend der tatsächliche Nutzer ist. Eine SIM-Karte kann innerhalb einer Familie, eines Unternehmens oder durch eine andere Person verwendet werden.
Bevor Sie eine professionelle Recherche beauftragen, können Sie einige einfache Prüfungen selbst durchführen. Dabei sollten Sie sämtliche Ergebnisse kritisch betrachten und nicht vorschnell eine reale Person beschuldigen.
Prüfen Sie zunächst die internationale Vorwahl. Beispiele sind +33 für Frankreich, +44 für Großbritannien, +31 für die Niederlande und +1 für die USA, Kanada sowie weitere Staaten des nordamerikanischen Nummernplans.
Entfernen Sie Leerzeichen und Sonderzeichen und suchen Sie die Nummer zusätzlich in der nationalen Schreibweise. Nach der Landesvorwahl entfällt in aller Regel eine führende Null der Orts- oder Mobilfunkvorwahl.
Suchen Sie die vollständige Nummer in Anführungszeichen und in mehreren Schreibweisen. Ergänzen Sie Begriffe wie „Firma“, „Betrug“, „Spam“, „WhatsApp“ oder die Bezeichnung des Landes.
Suchen Sie nach einem offiziellen oder etablierten Verzeichnis des jeweiligen Landes. Besonders bei Festnetz- und Geschäftsnummern kann dort ein Eintrag vorhanden sein.
Prüfen Sie, ob die Nummer öffentlich in Verkaufsanzeigen, Branchenportalen, Unternehmensseiten, sozialen Netzwerken oder Foren genannt wurde.
Ein sichtbarer Profilname oder ein Profilbild kann ein Hinweis sein. Diese Angaben wurden jedoch vom Nutzer selbst gewählt und bilden keinen verlässlichen Identitätsnachweis.
Dokumentieren Sie Anrufe, Nachrichten, Profilangaben, E-Mail-Adressen, Zahlungsaufforderungen, Links und übersandte Dokumente. Die Gesamtheit dieser Informationen ist vielleicht sogar wichtiger als die Nummer allein.
Unbekannte Auslandsnummer nicht ungeprüft zurückrufen
Ein Rückruf kann unnötige Kosten verursachen, die Aktivität Ihrer Nummer bestätigen oder den nächsten Betrugsversuch auslösen. Geben Sie einem unbekannten Anrufer keine persönlichen Daten, Zugangscodes, Bankdaten oder Ausweiskopien.
Eine einheitliche internationale Telefonbuch- oder Rufnummerndatenbank existiert nicht. In manchen Staaten sind Unternehmens- und Festnetzanschlüsse gut dokumentiert. In anderen Ländern gibt es nur wenige frei zugängliche Verzeichnisse.
Auch innerhalb eines Landes kann die Datenlage unterschiedlich sein. Mobilfunknummern sind nahezu überall seltener öffentlich eingetragen als geschäftliche Festnetznummern.
| Land oder Region | Typische Ausgangslage | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Frankreich Ermittlungen in Frankreich | Geschäftliche Festnetznummern können in Verzeichnissen und Unternehmensangaben erscheinen. | Private Mobilnummern und virtuelle Nummern sind wesentlich schwieriger zuzuordnen. |
| Großbritannien Ermittlungen in Großbritannien | Unternehmensregister, Firmenwebseiten und lokale Verzeichnisse können Ansatzpunkte liefern. | Mobil- und VoIP-Nummern lassen sich nicht nicht allein über ein Telefonbuch einordnen. |
| USA und Kanada Ermittlungen in den USA · Ermittlungen in Kanada | Zahlreiche öffentliche und kommerzielle Quellen können Hinweise enthalten. | Die Vorwahl +1 bezeichnet mehrere Länder und Gebiete. Außerdem sind Daten sehr oft veraltet oder mehrfach zusammengeführt. |
| Niederlande und Belgien Ermittlungen in den Niederlanden · Ermittlungen in Belgien | Firmen- und Branchenverzeichnisse können bei geschäftlichen Nummern helfen. | Mehrsprachigkeit und grenzüberschreitende Nutzung müssen berücksichtigt werden. |
| Schweiz und Österreich Ermittlungen in der Schweiz · Ermittlungen in Österreich | Öffentliche Verzeichnisse können bei eingetragenen Festnetz- und Geschäftsnummern Ergebnisse liefern. | Bei privaten Mobilnummern gelten ähnliche Einschränkungen wie in Deutschland. |
| Ost- und Südosteuropa Polen · Tschechien · Rumänien | Lokale Firmenregister, Verzeichnisse und landessprachliche Quellen können Hinweise liefern. | Schreibweisen, Sprachkenntnisse und lokale Rechercheerfahrung sind von großer Bedeutung. |
| Türkei Ermittlungen in der Türkei | Geschäftliche Veröffentlichungen, Anzeigen und öffentlich sichtbare Profile können Ausgangspunkte bilden. | Private Mobilfunkdaten sind nicht allgemein zugänglich. |
| Afrika, Asien und Lateinamerika Weitere internationale Einsatzgebiete | Die Datenlage unterscheidet sich erheblich nach Land und Region. | Lokale Sprache, nationale Register, Prepaid-Nutzung und virtuelle Nummern können eine Recherche erschweren. |
Ihr Land ist nicht aufgeführt?
Die Tabelle zeigt nur typische Beispiele. Über unser internationales Ermittlernetzwerk können wir prüfen, welche rechtmäßigen Recherchewege im konkreten Zielland bestehen.
Beim Call-ID-Spoofing wird die Rufnummernanzeige technisch manipuliert. Im Display erscheint eine andere Nummer als diejenige, von der der Anruf tatsächlich ausgeht.
So kann beispielsweise eine französische, britische oder amerikanische Rufnummer angezeigt werden, obwohl sich der Anrufer in einem völlig anderen Land befindet. Ebenso kann die Nummer einer realen, aber unbeteiligten Person verwendet werden.
Ein Treffer kann zu einem Unbeteiligten führen
Finden Sie zu der angezeigten Telefonnummer einen Namen, sollten Sie diese Person nicht vorschnell beschuldigen oder kontaktieren. Die Rufnummer kann ohne Wissen des tatsächlichen Inhabers missbraucht worden sein.
Bei einer virtuellen Rufnummer werden Gespräche über das Internet geführt oder an andere Anschlüsse weitergeleitet. Der Nutzer benötigt sich nicht in dem Land oder der Stadt aufzuhalten, deren Vorwahl angezeigt wird.
Solche Rufnummern sind im Geschäftsleben vollkommen üblich. Sie werden aber auch bei Betrugsfällen verwendet, weil sich damit eine scheinbar lokale oder internationale Präsenz vortäuschen lässt.
Auch die ursprüngliche Zuordnung einer Vorwahl zu einem bestimmten Mobilfunkanbieter ist nicht immer aussagekräftig. Mobilfunknummern können zu einem anderen Anbieter mitgenommen werden.
Wurde eine Nummer aufgegeben und später neu vergeben, können alte Suchtreffer außerdem auf den früheren statt auf den heutigen Nutzer verweisen.
Eine Detektei besitzt keinen allgemeinen Zugang zu den Kundendaten ausländischer Telekommunikationsanbieter. Professionelle Ermittlungen beruhen vielmehr auf der systematischen Auswertung rechtmäßig zugänglicher Quellen und der Überprüfung konkreter Zusammenhänge.
Das Ziel ist nicht zwangsweise immer die Feststellung des formalen Anschlussinhabers. Je nach Fall kann entscheidender sein, ob sich hinter der Nummer:
nachvollziehbar feststellen lässt.
Die Telefonnummer ist vielfach nur ein Teil des Falls: Besonders bei Betrug sind E-Mail-Adressen, Domains, Zahlungsdaten, Dokumente, Profilbilder und Inhalte in vielen Fällen ebenso wichtig oder sogar aussagekräftiger.
Eine kostenpflichtige Ermittlung sollte nicht allein aus Neugier erfolgen. Sie kann sinnvoll sein, wenn die Identität hinter der Nummer für die Abwehr eines Schadens, die Aufklärung eines konkreten Sachverhalts oder die Wahrnehmung rechtlicher Interessen erforderlich ist.
Keine Recherche aus bloßer Neugier
Der Wunsch zu erfahren, mit wem der eigene Partner telefoniert, genügt für sich allein nicht. Auch Eifersucht, private Neugier oder die Umgehung einer erkennbaren Kontaktablehnung bilden keine Grundlage für eine professionelle Ermittlung.
Vor einer Beauftragung prüfen wir zunächst, ob der Sachverhalt einen sinnvollen und rechtlich zulässigen Ermittlungsansatz bietet. Die Rufnummer allein reicht nicht in jedem Fall aus.
Wir klären, warum die Nummer überprüft werden soll und welche Anrufe, Nachrichten, Profile, E-Mail-Adressen oder Zahlungsinformationen bereits vorliegen.
Ländervorwahl, Nummernformat, mögliche Festnetz-, Mobilfunk- oder VoIP-Nutzung und erkennbare Auffälligkeiten werden bewertet.
Telefonverzeichnisse, Firmenregister, Webseiten, Anzeigen, Nutzerprofile und weitere rechtmäßig zugängliche Quellen werden systematisch geprüft.
Namen, Bilder, E-Mail-Adressen, Domains, Unternehmen, Zahlungswege und angebliche Aufenthaltsorte werden auf Übereinstimmungen und Widersprüche geprüft.
Wenn lokale Sprach- oder Quellenkenntnisse erforderlich sind, kann die Recherche über einen erfahrenen Ermittler im betreffenden Land fortgeführt werden.
Sie erhalten eine Bewertung der gefundenen Zusammenhänge. Dabei wird unterschieden, welche Angaben bestätigt, wahrscheinlich oder nicht verifizierbar sind.
Eine unbekannte Auslandsnummer ist nicht automatisch betrügerisch. Besondere Vorsicht ist jedoch angebracht, wenn der Anrufer Zeitdruck erzeugt, Geld verlangt oder sensible Daten abfragt.
Kommen bedrohende oder belästigende Anrufe bei Ihrem Anschluss an, sollten Sie Datum, Uhrzeit und Gesprächsinhalt sorgfältig dokumentieren. Nach § 14 TDDDG kann unter bestimmten Voraussetzungen ein schriftlicher Antrag beim eigenen Telekommunikationsanbieter gestellt werden.
Das Verfahren bezieht sich grundsätzlich auf Verbindungen und Verbindungsversuche, die nach der Antragstellung erfolgen. Deshalb sollten Betroffene nicht zu lange warten, wenn die Anrufe fortgesetzt werden.
Bei akuter Gefahr: Warten Sie nicht auf das Ergebnis einer privaten Recherche. Verständigen Sie bei konkreten Drohungen, Erpressung oder einer unmittelbaren Gefährdung unverzüglich die Polizei.
Eine Mandantin erhielt Nachrichten von einer Nummer mit französischer Ländervorwahl. Der Kontakt stellte sich als Rechtsanwalt vor und behauptete, sie sei Begünstigte eines hohen Nachlasses. Vor der Auszahlung sollte sie eine erhebliche Bearbeitungsgebühr überweisen.
Die französische Rufnummer allein erlaubte keine verlässliche Identifizierung. Daher wurden weitere Merkmale geprüft:
Die Gesamtauswertung ergab, dass die Kontaktdaten keiner nachvollziehbaren französischen Kanzlei zugeordnet werden konnten und die Kommunikation typische Merkmale eines Vorschussbetrugs aufwies. Der Mandantin wurde dringend von einer Zahlung abgeraten.
Entscheidend war nicht die Nummer allein: Erst der Abgleich der Telefonnummer mit den behaupteten Personal-, Kanzlei-, Domain- und Zahlungsdaten ermöglichte eine klare Einschätzung.
Der Ermittlungsaufwand richtet sich nach dem betreffenden Land, der Art der Rufnummer und den zusätzlich vorhandenen Informationen. Eine geschäftliche Festnetznummer mit mehreren öffentlichen Spuren lässt sich regelmäßig leichter prüfen als eine nur kurzfristig verwendete ausländische Mobil- oder VoIP-Nummer.
Diese Faktoren beeinflussen das Honorar
Vor Beginn erhalten Sie ein individuelles Angebot mit einer Beschreibung des vorgesehenen Rechercheumfangs. Zusätzliche Ermittlungen erfolgen nur nach vorheriger Abstimmung.
Eine seriöse Detektei wird nicht versprechen, jede ausländische Telefonnummer einem Namen zuordnen zu können. Die Erfolgschancen steigen, wenn die Nummer über einen längeren Zeitraum verwendet wurde und mit weiteren überprüfbaren Angaben verbunden ist.
Günstige Ausgangslage
Schwierige Ausgangslage
Ausländische Telefonnummer überprüfen lassen
Teilen Sie uns die Nummer, das Herkunftsland und alle vorhandenen Nachrichten oder weiteren Anhaltspunkte mit.
Eine Telefonnummer ist ein personenbezogenes Datum, wenn sie einer bestimmten oder bestimmbaren Person zugeordnet werden kann. Eine professionelle Recherche benötigt deshalb einen nachvollziehbaren und rechtlich zulässigen Zweck.
Dazu können die Abwehr eines konkreten Betrugs, die Aufklärung einer Bedrohung, wiederholte Belästigung oder die Durchsetzung rechtlicher Ansprüche gehören. Die vorgesehenen Maßnahmen müssen erforderlich und verhältnismäßig sein.
Bei einer internationalen Recherche können neben deutschen Datenschutzvorschriften auch die Regelungen des Staates relevant sein, in dem Daten erhoben oder Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Deshalb ist nicht jede in einem Land verfügbare Informationsquelle automatisch für jeden Zweck nutzbar. Bei Bedarf arbeiten wir mit örtlichen Ermittlern zusammen, die die praktische und rechtliche Situation im jeweiligen Staat kennen.
Keine Kundendatenabfrage beim Telefonanbieter
Telekommunikationsanbieter dürfen Vertrags-, Bestands- oder Verkehrsdaten nicht auf bloße Anfrage an Privatpersonen oder Detekteien herausgeben. Angebliche Insiderzugänge oder heimliche Abfragen sind kein seriöser Ermittlungsweg.
Nein. Die Möglichkeiten hängen vom Land, von der Nummernart und von den öffentlich auffindbaren Spuren ab. Virtuelle, kurzfristig verwendete oder manipulierte Rufnummern lassen sich in bestimmten Fällen nicht eindeutig einer Person zuordnen.
Nicht zuverlässig. Eine Nummer kann über Roaming, Rufnummernmitnahme, Internettelefonie oder Weiterleitung von einem anderen Land aus genutzt werden. Auch eine Manipulation der Rufnummernanzeige ist möglich.
Bei öffentlich eingetragenen geschäftlichen oder festen Anschlüssen können französische Verzeichnisse und Unternehmensquellen Ergebnisse liefern. Private Mobilfunk-, Prepaid- und VoIP-Nummern sind deutlich schwieriger zuzuordnen.
In den USA bestehen zahlreiche öffentliche und kommerzielle Informationsquellen. Ein gefundener Eintrag muss jedoch auf Aktualität und Plausibilität geprüft werden. Die Vorwahl +1 gilt außerdem nicht ausschließlich für die USA.
Abhängig von den Privatsphäre-Einstellungen können ein Profilname oder ein Bild sichtbar sein. Diese Angaben wurden vom Nutzer selbst gewählt und beweisen nicht dessen tatsächliche Identität oder seinen Aufenthaltsort.
Eine VoIP-Nummer wird über einen internetbasierten Telefondienst genutzt. Sie ist nicht zwingend an den Ort gebunden, dessen Vorwahl sie trägt, und kann international weitergeleitet oder eingesetzt werden.
Beim Call-ID-Spoofing wird die Rufnummernanzeige manipuliert. Im Display erscheint eine andere Nummer als diejenige, von der der Anruf tatsächlich ausgeht. Die angezeigte Rufnummer kann einer unbeteiligten Person gehören.
Nein. Eine Detektei hat keinen allgemeinen Anspruch auf Vertrags- oder Kundendaten eines Telekommunikationsanbieters. Recherchiert wird über rechtmäßig zugängliche Quellen und zulässige Ermittlungswege.
Geprüft werden können öffentlich sichtbare Veröffentlichungen, Firmenangaben, Anzeigen, Benutzerkonten, E-Mail-Adressen, Domains und weitere Zusammenhänge. Daraus kann sich eine nachvollziehbare Zuordnung zu einer Person, einem Unternehmen oder einem Betrugsprofil ergeben.
Rufen Sie nicht ungeprüft zurück, geben Sie keine persönlichen Daten weiter und leisten Sie keine Zahlung. Dokumentieren Sie den Kontakt und prüfen Sie behauptete Unternehmen oder Behörden ausschließlich über unabhängig beschaffte Kontaktdaten.
Dokumentieren Sie Datum, Uhrzeit und Inhalt der Anrufe. Bei fortgesetzten bedrohenden oder belästigenden Anrufen kann ein Verfahren nach § 14 TDDDG beim eigenen Telekommunikationsanbieter geprüft werden. Bei Straftaten oder akuter Gefahr sollten Sie die Polizei einschalten.
Das hängt von der Datenlage und dem Zielland ab. Bei einer geschäftlichen Nummer mit öffentlichen Einträgen kann die Recherche schneller erfolgen. Bei virtuellen Nummern, fremden Sprachen oder notwendigen lokalen Ermittlungen ist mehr Zeit erforderlich.
Die Kosten richten sich nach dem Land, der Nummernart, den vorhandenen Begleitinformationen und dem notwendigen Rechercheumfang. Vor Beginn erhalten Sie ein individuelles Angebot. Zusätzliche Maßnahmen erfolgen nur nach vorheriger Abstimmung.
Eine Recherche kann bei einem nachvollziehbaren rechtlichen Zweck zulässig sein. Sie muss erforderlich und verhältnismäßig bleiben und darf sich nur rechtmäßig zugänglicher Informationen und zulässiger Ermittlungsmaßnahmen bedienen.
Teilen Sie uns die vollständige Rufnummer, den Hintergrund des Kontakts und alle vorhandenen Begleitinformationen mit. Wir prüfen zunächst, ob ein rechtlich zulässiger und erfolgversprechender Rechercheansatz besteht.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag informiert allgemein über internationale Recherchen zu Telefonnummern. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Ob eine konkrete Recherche oder Datenverarbeitung zulässig ist, muss anhand des Anlasses, der verfügbaren Informationen, des Ziellandes und der betroffenen Interessen geprüft werden.
Wir sind seit drei Generationen Mitglied in der World Association of Detectives, dem größten Detektiv-Verband der Welt. Im Weltverband stellen wir einen Board Member als Director der WAD.
Über einen unserer Geschäftsführer sind wir Mitglied im Bundesverband des Detektiv- und Ermittlungsgewerbes e.V. (BuDEG), nachdem er zuvor schon Jahrzehnte im BDD und BID Mitglied war.
Wir sind seit Jahrzehnten Mitglied in der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. Der Verband ist Mitglied der Public Private Partnership "Sicherheits-Partnerschaft NRW gegen Wirtschaftsspionage und Wirtschaftskriminalität".
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